Katholische Pfarrkirchenstiftung
Pfarrer Robert Rödig
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Kirchenpflegerin Maria Katzenleitner
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Pfarrkirche St. Georg in Beutelsbach
Die ältesten Bauteile der hiesigen Pfarrkirche, die erhalten blieben, sind der spätgotische Chor und die alte Sakristei an der Südseite der Kirche. Die Bauzeit der spätgotischen Kirche dürfen wir wohl in das ausgehende 15. Jahrhundert, also in der Zeit nach der Übernahme der Pfarrei durch das Kloster Fürstenzell, ansetzen.
In der spätgotischen Form blieb der Kirchenbau erhalten bis zum Jahre 1914. Die Raumnot zwang den damaligen Pfarrer Joseph Fürst, an einen Neubau der Kirche zu denken. Schon aus dem Jahre 1910 existieren noch Bauentwürfe des Architekten Schott. Zunächst plante man, das Presbyterium niederzulegen und die Kirche durch den Einschub eines Querhauses nach Osten zu erweitern. Ein weiterer Bauentwurf von Schott sah einen Neubau der Kirche in neubarockem Stil vor. Schließlich kam dann ein Plan des jungen Architekten Michael Kurz, der damals mit dem Bau der Schweiklberger Abteikirche betraut war, zu Ausführung. Chor und Turm sollten ?wegen ihrer altertümlichen Form" unberührt bleiben, das Kirchenschiff aber niedergerissen und nach beiden Seiten erweitert werden. Da die alte Kirche in den Hang gebaut war, musste man für den Neubau das Terrain abgraben und einebnen. Dabei lockerten sich die Fundamente des Turmes, und es zeigten sich Risse. Es fehlt nicht an Verdächtigungen, dass man den Turm absichtlich zum Einsturz bringen wollte.
Am 5. April des gleichen Jahres aber war es dann soweit: Es wurde auch mit der Abtragung des Kirchenturmes begonnen. Nun konnte man das Kirchenschiff auch nach Norden erweitern. Ende Juni 1914 begann man bereits mit der Eindächerung des neuen Kirchenschiffes. Die Bauführung lag in Händen des Baumeisters Helber aus Vilshofen. Ende Juli war auch der Neue Turm wieder in der Höhe. Man hatte ihn in der gleichen Form wie den früheren errichtet.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges stand die Kirche im Rohbau da. Da das Presbyterium mit dem Hochaltar unverändert stehen geblieben war, wurde der Innenraum doch noch so weit fertiggestellt, dass wieder Gottesdienste stattfinden konnten. Die Kriegsjahre 1914/18 ließen an die Fertigstellung der Kirche nicht mehr denken. Erst 1927 erhielt die Kirche den Außenverputz. Im Jahre 1929 vollendete man den Innenraum durch Malereien.


